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Abiturnote und Studienplatzklage

Welche Rolle spielt die Abiturdurchschnittsnote bei einer Studienplatzklage?

Oft wird uns im Rahmen einer Erstberatung diese Frage gestellt. Grundsätzlich hat der Notendurchschnitt des Abiturzeugnisses keinen Einfluss auf den Erfolg einer Studienplatzklage. Nach Art. 12 Abs. 1 GG steht es nämlich jedem, der eine Hochschulzugangsberechtigung erworben hat, frei, den Klageweg zum Studienplatz zu beschreiten. Dies ist im Übrigen die Grundlage einer jeden Studienplatzklage.

Zugleich bedeutet das, dass ebenfalls die Chancen für den Erfolg einer solchen Klage prinzipiell vom numerus clausus unabhängig zu betrachten sind. Es ist lediglich erforderlich, dass der Kläger einen Abschluss bzw. eine entsprechende berufliche Qualifizierung vorweisen kann, der zum Studium an der gewünschten Hochschule berechtigt. In der Regel stellt das Abitur einen solchen dar und eben nicht eine bestimmte Durchschnittsnote.

Durch Doppeljahrgänge und die steigende Anzahl von Studierenden ist es jedoch mittlerweile nicht mehr wie früher gesichert, dass durch eine Studienplatzklage auch mit schlechterem Abiturschnitt der gewünschte Studienplatz erhalten wird. Begründet wird dies insbesondere dadurch, dass es gerade in beliebten Studienfächern oft mehr Antragssteller bei der Studienplatzklage als zurückgehaltene Studienplätze gibt. Selbige weisen oftmals verschieden gute Abiturnoten sowie anderweitige Qualifikationen vor. Hierdurch stehen die Verwaltungsgerichte in erster Instanz vor einem Verteilungsproblem. Ausnahmen gelten daher insbesondere bei den Studiengängen Medizin, Zahnmedizin und mehr und mehr auch Psychologie. Die hohe Anzahl der Verfahren kann nur dazu führen, dass von der Vielzahl der Studienplatzkläger nicht alle einen Platz erhalten können und eine Auswahl getroffen werden muss.

Die Lösung jenes Problems erfolgt regional unterschiedlich. Meist wird die Verteilung der vorhandenen Studienplätze aber mithilfe eines Losverfahrens bestimmt. Nichtsdestotrotz gibt es auch Ausnahmen von dieser Verfahrensweise: In Schleswig-Holstein zum Beispiel orientieren sich die Verwaltungsgerichte erstinstanzlich an den Vergabekriterien, die bei einer regulären Verteilung Anwendung gefunden hätten. Im Ergebnis werden 80 % der (Studien-)Plätze hier nach Abiturdurchschnittsnote und 20 % nach Wartezeit vergeben. Ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern findet die Abiturnote Einfluss in die Verteilungsquote für vorhandene Studienplätze im Kapazitätsverfahren.

Insofern in erster Instanz der Studienplatzklage dem Antrag durch das Verwaltungsgericht nicht stattgegeben wurde, führt das Rechtsmittel der Beschwerde zweitinstanzlich zum Oberverwaltungsgericht oder zu einem der Verwaltungsgerichtshöfe. Dort werden die vorhandenen Studienplätze lediglich aufgrund des Vortrags durch den Anwalt vergeben. Durch unsere langjährige Erfahrung können wir hier Ihre Chancen auf einen Studienplatz unabhängig von ihrem Notendurchschnitt im Abitur maximieren.

Zusammenfassend betrachtet lässt sich festhalten, dass weniger die Abiturnote als eine kluge und auf Erfahrungswerten basierende Strategie für den Erfolg Ihrer Studienplatzklage entscheidend sind. Daraus wird deutlich, dass die Chancen für ein Kapazitätsverfahren von vielen Parametern abhängen. Sollten Sie Beratungsbedarf haben, stehen wir Ihnen gerne mit unseren kompetenten sowie erfahrenen Ansprechpartnern zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie und Ihr Anliegen!

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