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Studienplatzklage bei Masterstudiengängen

Für die meisten Studierenden ist nach dem Bachelorstudiengang ein weiterführender Masterstudiengang obligatorisch. Trotz der weitgehenden Umstrukturierung eines Großteils der Studiengänge stellt ein Bachelor-Abschluss insbesondere für Lehramtsstudenten, angehende Psychologen und im naturwissenschaftlichen Bereich keinen berufsbildenden Abschluss dar. Daher sind viele Studierende auf einen Studienplatz zum Erreichen des Masters angewiesen.

Demgegenüber mangelt es jedoch an hinreichenden Kapazitäten, um alle Bachelor-Absolventen weiterführend ausbilden zu können. Dies führt zwingend dazu, dass Auswahlverfahren seitens der Hochschule durchgeführt werden müssen. Häufig wird in Analogie zum Numerus Clausus eine Notengrenze für das Bachelorzeugnis eingeführt; manche Hochschulen legen ferner besonderen Wert auf einzelne Leistungen im Bachelor.

Wird dem Studierenden ein Masterstudienplatz verweigert, so stellt dies einen Eingriff in die grundrechtlich geschützte freie Berufswahl desjenigen dar, sodass hierfür das Erfordernis einer Rechtsgrundlage besteht. Viele Gerichte, so auch das Oberverwaltungsgericht Münster (NRW), erkennen eine Notengrenze als solche an. Nichtsdestotrotz müssen für das Auswahlverfahren zum Masterstudiengang präzise Satzungen vorhanden sein. Zudem muss die Durchführung logischerweise fehlerfrei und rechtskonform geschehen. Des Weiteren bleibt zu beachten, dass es derzeit noch keine höchstrichterliche Grundsatzentscheidung bezüglich der Zulässigkeit einzelner Auswahlkriterien gibt, sodass sich eine Prüfung des Ablehnungsbescheids im regulären Bewerberverfahren durch unsere Kanzlei in jedem Fall lohnt.

Um nun eine Studienplatzklage für ein Masterstudium anzustreben, muss sukzessive und strategisch geplant vorgegangen werden. Zunächst muss eine Bewerbung außerhalb der regulären Kapazität für den jeweiligen Studienplatz eingereicht werden. Hierbei ist es von größter Wichtigkeit, die geltenden Fristen einzuhalten. Wird ein Ablehnungsbescheid erhalten, so sollte dieser umgehend durch uns auf seine Wirksamkeit geprüft werden, um keine Rechtsmittelfristen verstreichen zu lassen. Sind genügend hohe Erfolgschancen vorhanden, wird durch uns Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt bzw. Klage erhoben.

Grundlegende Anzeichen dafür, dass ein Ablehnungsbescheid unwirksam ist, sind die fehlende Rechtsgrundlage, mangelhafte Auswahlkriterien sowie die Nichtanerkennung von Fachhochschulmodulen. Dadurch dass viele der Masterstudiengänge noch einigermaßen neu sind, weisen viele der Auswahlverfahren Fehler auf.

Es kommt daneben zum Kapazitätsverfahren, um den gewünschten Masterstudienplatz zu erhalten. Derzeit werden noch wenige Verfahren durchgeführt. Hieraus resultiert eine geringe Zahl der Antragssteller, unter denen die Studienplätze am Ende verteilt werden. Dies bringt natürlich größere Erfolgschancen für Sie mit sich, welche genutzt werden sollten. Gerne beraten wir sie bezüglich des Zugangs zum Masterstudium mithilfe einer Studienplatzklage.

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